365 Minuten Achtsamkeit - Mein Körper

365 Minuten Achtsamkeit
Nimm dir jeden Tag 1 Minute Zeit. Zeit für dich. Spüre in dich hinein, Was nimmst du wahr bei den Gedankensplittern zu dem heutigen Thema. Mit jedem Tag, mit jeder Übung, mit jeder Minute erfährst du immer mehr und mehr über dich...

Heute das Thema - Mein Körper

Frau, Mann, Körper

Mein Körper und ich...

... sind nicht immer gleicher Meinung.

 

Ich möchte viele Dinge tun. Mein Kopf sagt ja, mein Körper setzt mir Grenzen. Mit zunehmendem Alter immer mehr.

 

Als Kind macht man sich wenig Gedanken über den eigenen Körper. Mann hat einen mit Haut, Haaren, Knochen, Muskeln. Man benutzt ihn ohne nachzudenken. Rennt, klettert, springt. Die erste Beule, die erste Schramme schrenken uns ein.

 

Irgendwann merken wir die geschlechtliche Unterschiede. Fangen an uns zu vergleichen. Behinderte Kinder sehen sich meistens nicht als behindert - die Gesellschaft macht sie dazu.

 

"Geschenktem Gaul schaut man nicht auf die Zähne."

Dieses Sprichwort möchte uns sagen: das was du gratis bekommst, sollst du einfach so hinnehmen wie es ist. Ohne meckern.

Wer von euch ist mit dem eigenem Körper wirklich zufrieden? Obwohl wir da ein unbezahlbares Geschenk bekommen haben, sind wir am nörgeln. Zu kurze Beine, zu viel Hüftspeck, zu dicke Haare.

 

Ständig versuchen wir den Körper zu verändern, spritzen Botox, lassen bestimmte Stellen operieren. Halten ihn mit Sport auf trab. Stechen uns bunte Bilder unter die Haut.

 

Und sollten wir doch mal zufrieden sein, macht es uns die Gesellschaft wieder zu schwer. Die neusten Modetrends, die superleichte Diät, die wunderbare Creme.

 

Aber im ernst, wie gehst du mit diesem Geschenk um. Gefällt die dein Körper oder bist ständig am optimieren. Sorgst du gut für ihn? Ersatzteile sind Mangelware und ohne Garantie.

 

Viele Männer pflegen ihr Auto besser als ihren Körper. Frauen foltern ihn mit unzähligen Schönheitstipps. Gefährliche Sportarten bringen ihn immer und immer wieder an seine Grenzen.

 

Das Spiel Tamagotchi hat die Menschen zur fürsorglichsten Tiersittern gemacht. Füttern, bespassen, sauber machen rund um die Uhr. Bei jedem noch so kleinem Pieps wurden Gespräche unterbrochen, Termine abgesagt. Das Tierchen war wichtiger. Spiel verlieren? Das ging nicht.

 

Ich verlange nicht von euch, dass ihr bei jedem Wehwehchen in Panik geratet. Ich möchte nicht, dass ihr sofort aufgibt, wenn der Körper nicht mag. Ich möchte, das ihr den Körper spürt, liebt, auf ihn achtet, ihm zuhört, ihn pflegt.

Ich möchte, dass ihr dem Körper DANKE sagt.

 

Denn... 

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