365 Minuten Achtsamkeit - Konsumrausch

365 Minuten Achtsamkeit
Nimm dir jeden Tag 1 Minute Zeit. Zeit für dich. Spüre in dich hinein, Was nimmst du wahr bei den Gedankensplittern zu dem heutigen Thema. Mit jedem Tag, mit jeder Übung, mit jeder Minute erfährst du immer mehr und mehr über dich...

Heute das Thema - Konsumrausch

Konsumrausch, Nachhaltigkeit, Einkaufen

Die verkaufsstärksten Tage nähern sich...

... Weihnachten ist nächsten Monat.

 

Hast du schon deine Geschenke zusammen? Verfällst du diesem Massenwahn oder ist es dir ein Graus?

 

Doch was ist überhaupt Konsum? Konsum bedeutet Verbrauch. Du kaufst ein Brötchen und konsumierst es. Wenn du wieder Hunger hast, kaufst nochmal eins. Du möchtest deine Wäsche nicht mühsam in der Badewanne waschen, kaufst dir eine Waschmaschine. Wenn die kaputt ist, kaufst eine neue.

 

So weit so gut. Wenn da aber die künstlichen Bedürfnisse nicht wären. Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit wird uns von allen Seiten eingeredet, dass wir unbedingt einen neuen Adventskranz brauchen, obwohl im Keller fünf liegen und lediglich die Kerzen oder frische Zweige ausgetauscht werden könnten. Wir brauchen unbedingt neue Versicherung, weil die alte angeblich auf den ersten Blick zu teuer ist. Wir sollen uns das neuste Handy kaufen, weil das alte zu uncool ist. Die Tochter möchte das undefinierbare Spielzeug aus der neusten Werbung, obwohl das Kinderzimmer vollgestopft ist.

 

Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, dass vieles von dem, was wir besitzen, überhaupt nicht von uns benötigt wird? Es genügt nur ein Blick in unsere Wohnung oder unser Zimmer, und schon entdecken wir lauter Krimskrams, bei dem uns eine plausible Begründung dafür fehlt, wieso wir ihn eigentlich haben. Die Rede ist nicht nur von Offensichtlichem, wie überfüllte Kleiderschränke oder Zeitschriftenberge, sondern auch von als „natürlich“ Geltendem, wie Fernseher, Konsolen, Hightech Küchengeräte, ein Aquarium, Kosmetik Sets, etc.

Aber abgesehen von den materiellen Dingen, die uns ständig verfolgen, spielt sich auch sehr viel in unserer Psyche ab, was wir nicht einmal bemerken. Es ist der Einfluss von aussen auf unsere Denkweise und unsere Gefühle.

 

Es geht darum. In unserem Wirtschaftssystem benötigen wir Wachstum. Wir müssen immer nach neuem suchen. Dieses Konsumverhalten, dieser Zwang, wurde uns anerzogen. Wir müssen alles tun um damit es nicht zu einer Stagnation kommt. Deswegen müssen wir immer neue Bedürfnisse wecken, dürfen diese Bedürfnisse aber nie befriedigen.

Das ist der Kern des Marketings. Werbebotschaften wecken immer künstlich Bedürfnisse in uns. Sie dürfen sie aber niemals wirklich befriedigen, damit wir immer weiter konsumieren und das Hamsterrad am Laufen halten. Würde dies einbrechen, würde die Wirtschaft ebenso untergehen und damit auch unsere Arbeitsplätze.

 

Das möchten wir natürlich nicht. Also konsumieren wir.

So wurden wir immer mehr zu einer Wegwerfgesellschaft erzogen. Brav folgen wir den Werbebotschaften, die immer mehr künstliche Bedürfnisse wecken. Diese dürfen aber niemals wirklich befriedigen werden, damit wir immer weiter konsumieren und das Hamsterrad am Laufen halten.

Immer mehr Menschen spüren jedoch, dass es unbefriedigend ist. Dass es wichtigere Dinge gibt, die unbezahlbar sind. Es gibt Menschen, die dem Konsumrausch trotzen, sich der Werbung entziehen. Sind es Menschen, die in der Vergangenheit leben oder mutige Vorreiter?

 

Wie ist es mit dir? Lässt du dich von der Werbung verführen und kaufst den 3 Rasierapparat, die 5 Backform oder überlegst du dir, was du wirklich brauchst?

Konsumierst du das, was dir guttut, was dich glücklich macht? Materielles ist aussen vor.

Wann hast du deinen Eltern ein gemeinsames Essen geschenkt, der Freundin ein romantisches Badeerlebnis oder den Kindern ein Ausritt mit Pferden?

Wann hast du dir statt des neuen Smartphone eine oder zwei Massagen gegönnt. Wann hast du dich mit einem feinem Essen belohnt?

 

Jemand hat mir vorgeschlagen, ich soll doch mein Zimmer einfach ausräumen und nur das reinholen, was ich gerade brauche. Werde ich zum Minimalisten?

Mir fehlt der Mut....

 

 

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